Wer dahintersteckt
Alexander Dolle-Koch
Ich betreibe MadeForGroups. Nicht als Firma mit Vertriebsabteilung, sondern als Einzelunternehmer, der seit 2006 in Berliner Hostels arbeitet — angefangen in der Nachtschicht an der Rezeption, seit 2010 als Hausverantwortlicher — und irgendwann keine Lust mehr hatte, Gruppenanfragen so zu bearbeiten, wie sie heute kommen.
Im Coffee INN Hostel in Berlin-Schöneberg, vor der Wandmalerei in der Lobby.
- Beruflichseit März 2025 Direktor des Coffee INN Hostels in Berlin-Schöneberg, 208 Betten
- In der Brancheseit 2006 — vier Berliner Häuser, zuletzt 600 Betten und 33 Mitarbeitende
- Ehrenamtlichseit 2024 Initiator und Leiter des Hostel Round Table; gemeinsam mit Wolfgang Gellert Leiter des Berliner Netzwerks
- MadeForGroupsprivates Projekt, betrieben als Einzelunternehmen — nicht ein Projekt des Coffee INN Hostels
- Erreichbar0172 7850894
info@madeforgroups.com
MadeForGroups gehört nicht dem Coffee INN Hostel. Ich habe die Plattform privat aufgebaut, in meiner eigenen Zeit und auf eigenes Risiko; im Impressum steht mein Name und meine Privatanschrift, nicht die meines Arbeitgebers. Das Hostel ist mein Beruf, MadeForGroups ist mein Projekt. Wer sich hier einträgt, geht einen Vertrag mit mir ein, nicht mit einem Wettbewerber im selben Markt.
Mein Weg: zwanzig Jahre Berliner Hostels
Ich bin 2006 als Front Office Agent im Happy Bed Hostel in Berlin angefangen — Nachtschichten, Check-in, und die Erkenntnis, dass diese Branche nie langweilig wird. Seitdem habe ich die Seiten gewechselt, aber nie die Branche: von der Rezeption in die Hausleitung, von der Hausleitung in die Reservierung, von dort in die Geschäftsführung.
Gut ein Jahr später übernahm ich im Baxpax Downtown Hostel die Hausleitung und damit die erste Führungsverantwortung: Dienstplanung und Beschwerdemanagement, also genau die zwei Dinge, an denen man in diesem Gewerbe lernt, wie ein Haus wirklich läuft. Anschließend habe ich bei MEININGER Hotels die Individualreservierung geleitet — zum ersten Mal aus der Perspektive des Vertriebs statt des Hauses.
Die längste Station waren die zehn Jahre in der Glinkastraße: General Manager des Cityhostel Berlin mit 450 Betten, ab Ende 2018 parallel auch der Cityhomes Dikili GmbH. Danach fünf Jahre NEOHOSTEL Berlin, 600 Betten und 33 Mitarbeitende — mitten in der Pandemie übernommen, was sich rückblickend als die härteste und lehrreichste Zeit herausgestellt hat. Seit März 2025 führe ich das Coffee INN Hostel in Schöneberg.
- 2006 – 2007Front Office Agent · Happy Bed Hostel Berlin
- 2007 – 2009Hausleitung · Baxpax Downtown Hostel Berlin
- 2009 – 2010Leitung Individualreservierung · MEININGER Hotels
- 2010 – 2020General Manager · Cityhostel Berlin, 450 Bettenab Dezember 2018 zusätzlich General Manager der Cityhomes Dikili GmbH
- 2020 – 2025General Manager · NEOHOSTEL Berlin, 600 Betten, 33 Mitarbeitende
- seit 2025Director · Coffee INN Hostel Berlin, 208 Betten
Gelernt habe ich zunächst Kaufmann (BBS 14) und später Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) an der PFH Private Hochschule Göttingen studiert; dazu kamen die Ausbildereignung nach AEVO bei der IHK und 2022 der ThePowerMBA der ThePower Business School. Das Wirtschaftsinformatik-Studium ist der Grund, warum diese Plattform überhaupt entstanden ist und nicht als Idee in einer Schublade liegt: Ich verantworte sie selbst, technisch wie inhaltlich. Es steht keine Agentur dahinter, die irgendwann das Interesse verliert, und kein Dienstleister, den ich erst um eine Änderung bitten muss.
Warum ein Hostelbetreiber so etwas baut
Wer ein Haus mit 208 Betten führt, bekommt Gruppenanfragen. Schulklassen, Vereine, Mannschaften, Chöre, Firmen. Und wer sie oft genug bekommt, merkt, dass am Weg dorthin etwas nicht stimmt.
Eine typische Anfrage erreicht uns als E-Mail mit drei Zeilen: „Wir sind eine Klasse, Mai, vier Nächte, was kostet das?" Es fehlen die Gruppengröße, die Aufteilung, die Verpflegung, das Budget, ob jemand barrierefrei unterkommen muss. Also schreibe ich zurück und frage nach. Zwei Tage später kommt die Antwort, manchmal auch nicht. Dann rechne ich ein Angebot, schicke es — und höre nie wieder etwas. Ob die Klasse woanders gebucht hat, ob der Preis zu hoch war, ob die Mail im Spam lag: keine Ahnung.
Und bei den Anfragen, die über Portale kommen, weiß ich zwar, dass gebucht wurde — aber ich gebe einen Teil des Zimmerpreises ab. Bei einer Gruppe, die ohnehin knapp kalkuliert ist, fällt das ins Gewicht. Wir reden hier nicht über Geschäftsreisende mit Tagesraten, sondern über Klassenfahrten mit einer behördlichen Kostenobergrenze pro Kind.
Beides zusammen ist der Grund, warum es MadeForGroups gibt. Ich wollte eine Anfrage, die vollständig ist, bevor sie bei mir ankommt. Und ich wollte für die Vermittlung bezahlen, nicht für die Buchung — weil die Buchung meine Leistung ist, nicht die der Plattform.
Was ich anders gemacht habe, weil ich selbst Gastgeber bin
Die meisten Entscheidungen in diesem Portal sind Antworten auf Dinge, die mich in meinem eigenen Haus geärgert haben:
- Die Anfrage ist vollständig, bevor sie ankommt. Zeitraum, Personenzahl, Aufteilung, Verpflegung einzeln, Budget, Barrierefreiheit — alles steht schon drin. Ein Angebot dauert damit unter zwei Minuten statt drei E-Mails über vier Tage.
- Du siehst, an wie viele Häuser die Anfrage ging. Höchstens 5, und die Zahl steht in deinem Postfach. Ich fand es immer unangenehm, ein Angebot zu rechnen, ohne zu wissen, ob ich gegen zwei oder gegen vierzig Häuser antrete.
- Keine Provision. Was im Angebot steht, bleibt bei dir. Berechnet wird die Zustellung einer Anfrage, nicht die Buchung — 99 € im Jahr plus 9 € je Anfrage, höchstens 480 € im Jahr. Kommt keine Anfrage, kommt keine Rechnung.
- Ein Pause-Schalter. Wenn ich ausgebucht bin, will ich keine Anfragen, für die ich bezahle und die ich absagen muss. Ein Klick, und das Postfach ruht — ohne Kosten für diese Zeit.
- Keine Schnittstelle. Kein Channel-Manager, keine Kalendersynchronisation, kein Überbuchungsrisiko. Ich weiß, wie lange so eine Anbindung dauert und wie oft sie schiefgeht. Hier gibt es sie nicht.
- Die Platzierung ist nicht käuflich. Sortiert wird nach Passgenauigkeit, dann nach durchschnittlicher Antwortzeit, dann nach Preis je Person. Wer schnell antwortet, steht weiter oben — das ist eine Leistung, kein Budget.
Der Hostel Round Table
2024 habe ich den Hostel Round Table ins Leben gerufen und leite ihn seitdem ehrenamtlich: eine Runde, in der sich leitende Angestellte und Inhaber Berliner Hostels treffen. Wir tauschen uns aus: über Belegung, über Personal, über Gäste, über das, was gerade nicht funktioniert. Kein Verkauf, keine Mitgliedsbeiträge — Leute, die dasselbe Problem haben, an einem Tisch.
Dort ist MadeForGroups zuerst besprochen worden, lange bevor eine Zeile Code geschrieben war. Und dort habe ich auch gehört, was nicht funktionieren würde. Einiges davon steckt heute als ausdrückliche Absage im Produkt: kein bezahltes Ranking, keine Bündelung von Programm und Übernachtung, keine automatische Verlängerung.
Daneben leite ich gemeinsam mit Wolfgang Gellert das Berliner Netzwerk, in dem sich Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Berliner Mittelstand monatlich in wechselnden Locations treffen. Auch dort geht es ums Kennenlernen und die Kontaktpflege, nicht darum, sofort Umsatz zu machen — und auch dort habe ich gelernt, dass die meisten guten Sachen aus einem Gespräch entstehen und nicht aus einer Präsentation.
Mein eigenes Haus ist hier gelistet — und das steht dran
Das Coffee INN Hostel ist auf dieser Plattform eingetragen. Das könnte man verschweigen. Ich halte das für den sichersten Weg, Vertrauen zu verlieren, also steht es überall dort, wo es hingehört: Das Haus trägt auf der Städteseite das Kennzeichen Betreiberhaus, und in den AGB (§ 2 Absatz 5) ist festgehalten, dass es bei der Reihenfolge der Vermittlung nicht bevorzugt wird.
Technisch ist das keine Absichtserklärung, sondern eine Regel im System: Der Selbsttest der Installation prüft ausdrücklich mit, dass das Betreiberhaus nach denselben Kriterien behandelt wird wie jedes andere. Wenn jemand das ändern wollte, ginge die Prüfung rot.
Wie ich mit dem Geld umgehe
MadeForGroups ist kein finanziertes Startup. Es gibt keine Investoren, die eine Rendite erwarten, und deshalb auch keinen Druck, das Modell später zu ändern. Die Plattform muss ihre Serverkosten und meine Zeit tragen — mehr nicht.
Das ist der Grund, warum der Beitrag nach oben gedeckelt ist. Ein Haus, das sehr viele Anfragen bekommt, zahlt bei uns ab einem bestimmten Punkt nichts mehr, obwohl wir weiter liefern. Bei einem Provisionsmodell wäre genau dieses Haus das lukrativste. Mir ist lieber, dass die Rechnung vorhersehbar bleibt.
Und die Gründungspartner der ersten Stunde bekommen ihre Beträge für 3 Jahre festgeschrieben. Wer mit einsteigt, bevor eine Stadt läuft, trägt ein Risiko — dafür soll er auch etwas haben, wenn es klappt.
Wenn du ein Haus führst und dir etwas unklar ist, greif zum Telefon. Ich beantworte die Fragen selbst, nicht ein Callcenter — und ich sage dir auch, wenn sich der Eintrag für dein Haus gerade nicht lohnt, weil deine Stadt noch zu leer ist. Mir ist lieber, du steigst später ein und es rechnet sich, als früh und es enttäuscht dich.
Coffee INN Hostel und MadeForGroups sind rechtlich und wirtschaftlich getrennt. Das Coffee INN Hostel ist Arbeitgeber, nicht Betreiber dieser Plattform; Betreiber und Vertragspartner ist Alexander Dolle-Koch als Einzelunternehmen. Einzelheiten im Impressum.